Nie ohne Anemonen

Die „Pompomkrabben“ halten stets zwei See-Anemonen in ihren Scheren. Lange wussten Naturwissenschaftler dieses Phänomen nicht zu deuten. Die Forschergruppe um Prof. Jair Achituv von der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv berichtet von dem einzigartigen Tier, das die asexuelle Vermehrung eines anderen Tieres auslöst: Kommt den Tieren eine Anemone abhanden, halbieren die nur wenige Zentimeter großen Tiere ihre zweite Anemone. Die geteilten Anemonen regenerieren sich binnen weniger Tage und wachsen nach. Hat eine Krabbe keine Anemonen, stiehlt sie eine Anemone oder Teile davon von einem Artgenossen. Die Forscher beobachteten oder sammelten über Jahre hinweg mehr als 100 Lybia-Krabben aus dem Flachwasserbereich des Roten Meeres. Jedes Tier habe ein Paar See-Anemonen der Gattung Alicia in seinen Scheren gehalten. Trotz intensiver Suche hätten die Forscher keine freilebenden Alicia gefunden. Die Anemonen dienen den Krabben zur Abwehr von Feinden und helfen bei der Nahrungsaufnahme. Umgekehrt regulieren die Krabben die Futteraufnahme der Anemonen und halten sie bewusst klein. ILI-News, 05.02.2017 (biu, stuttgarter) KR

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