Ausstellung für Israels einzige Mumie

Das Israel-Museum in Jerusalem hat eine Sonderausstellung für die einzige Mumie im Land eröffnet. Vor 88 Jahren wurde die 2.200 Jahre alte Leiche mitsamt bemaltem Sarkophag des „Alex“ genannten Priesters Iret-hor-iru (Schützendes Auge des Horus) von Jesuiten aus Alexandrien dem päpstlichen biblischen Institut in Jerusalem gestiftet. Der fachgerecht einbalsamierte Leichnam wurde vor der Ausstellung mit CT-Durchleuchtung untersucht. Der Priester war im „hohen“ Alter von 40 Jahren gestorben und ungewöhnlich groß gewachsen: 1,65 cm. „Alex“ aus Panoolis lebte 100 Jahre vor Antonius und Kleopatra. Er litt unter Osteoporose (Knochenschwund) und entzündetem Kiefer. Ihm fehlten einige Zähne und er hatte Karies. Er war fett, aß zu viele Kohlhydrate und bewegte sich zu wenig. „Er führte ein angenehmes Leben und hat nicht zu hart gearbeitet“, sagte die Kuratorin Galit Bennett-Dahan. Nach seinem Tod wurden ihm die Innereien entnommen und in separaten Gefäßen aufbewahrt. Das Gehirn wurde ihm durch die Nase herausgezogen. Sein Körper wurde vor der Einbalsamierung mit Salz gefüllt, um ihn zu trocknen. Unter den Tüchern blieben Augen, Ohren und Zähne erhalten. Nur ein großer Zeh schaute hervor. Im Sarkophag lagen noch eine französische und eine arabische Zeitung von 1927 und 1928. So wurde die Mumie während des Transports geschützt. Neben Grabbeigaben gibt es in der Ausstellung auch einen mumifizierten Ibis, den Präsident Anwar el Sadat 1979 bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages dem Hobbyarchäologen Mosche Dayan überreicht hatte. ILI-News, 01.08.2016 (ToI) TS

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