6.000 Jahre alte Gerstenkörner

Gerstenanbau war vor mehr als 10.000 Jahren für die Urmenschen der Levante der Übergang von der Jagd zum Ackerbau. Wissenschaftler haben 6.000 Jahre alte Gerstenkörner in der unzugänglichen Yoram Höhle 100 Meter unter der Festung von Masada in der Nähe des Toten Meeres gefunden. Die extreme Trockenheit hat die Körner gut erhalten. An der Entdeckung waren auch Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg beteiligt. „Für uns funktioniert historische DNA wie eine Zeitkapsel, um in die Geschichte zu reisen und der Domestizierung von Getreidepflanzen zu bestimmten Zeiten nachzugehen“, sagte Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. Die Wissenschaftler schnitten jeden Samen in zwei Hälften. Ein Teil wurde mit der C-14-Methode auf das Alter geprüft und der andere wurde zur genetischen Sequenzierung pulverisiert. Neben Gerste haben die prähistorischen Menschen in der Levante auch Weizen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Flachs domestiziert. Das Gersten-Erbgut hat 5,1 Milliarden Basenpaare, so Manuel Spannagl, Bioinformatiker vom Helmholtz-Zentrum in München: „Das Gerstengenom ist sehr groß und sehr komplex – größer als das menschliche Genom.“ Der Mensch hat in seiner DNA rund drei Milliarden Basenpaare. ILI-News, 24.07.2016 (Haaretz, StN, ToI) KR TS

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