Ein großer Sprung in der Stammzellenforschung

Einem Team von Forschern der Hebräischen Universität und den USA ist der entscheidende Durchbruch in der Stammzellenforschung gelungen. Erstmalig gelang es, menschliche Eizellen zur Zellteilung anzuregen. Fast jede Zelle, mit Ausnahmen der Ei- und der Spermazellen, besitzt zwei identische Kopien seines Genoms. Ist ein Genom schadhaft, funktioniert die Zelle dennoch korrekt, da die andere Kopie quasi ein „Backup“ darstellt. Eventuelle Schäden sind deshalb oft nicht eindeutig feststellbar. Die Ausnahmen, Ei- und Spermazellen mit nur einem Genom, so genannte haploide Zellen, teilen sich jedoch nicht. Das Forscherteam konnte Eizellen nicht nur isolieren, sondern auch zur Zellteilung anstoßen. Diese Zellen sind pluripotent: aus ihnen lassen sich verschiedene Arten von Zelltypen züchten, einschließlich Herz-, Nerven- und Pankreaszellen. Damit erschließen sich ganz neue Wege der Stammzellentherapie, beispielsweise bei Erkrankungen der Netzhaut oder der Bauchspeicheldrüse, des Herzens, bei Krebs oder auch in der Reproduktionsmedizin. ILI-News, 29.03.2016 (nc)

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