Sprechen wie zu Jesu Zeiten – Maroniten beleben Aramäisch neu

Vor rund 2.000 Jahren wurde Aramäisch im gesamten Vorderen Orient gesprochen, unter anderem im heutigen Syrien, Israel und Libanon. «Die Sprache ist wirklich vom Aussterben bedroht», sagt Arnold, Professor für semitische Sprachen an der der Universität Heidelberg. Viele der rund 10.000 Maroniten in Israel leben an der Grenze zum Libanon, unter anderem in dem Ort Al-Dschisch. 70% der Einwohner sind Maroniten. Seit fünf Jahren lernen die Kinder in Al-Dschisch neben Hebräisch und Arabisch nun auch Aramäisch in der Schule. Die Schrift ähnelt der arabischen Schrift, die Aussprache klingt weicher. Das israelische Bildungsministerium finanziert das Projekt, für viele Maroniten eine Rückkehr zu den Wurzeln. Der Weinbauer Nadim Isa bezeichnet sich selbst als «aramäisch-christlich» und unterstützt die Initiative. Für die Araber seien sie keine richtigen Araber, für die Christen keine richtigen Christen, sagt er. Erst seit vergangenem Jahr können sich Aramäer bei den israelischen Behörden als eigene Gruppe registrieren lassen. ILI-News, 28.12.2015 (rnz)

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