Jonathan Pollard freigelassen

Die bedingte Freilassung von Jonathan Pollard und der Terror in Paris werden auch diese Woche die Israelis intensiv beschäftigen. Pollard wurde zu einem Symbol, vor allem rechtsgerichteter Israelis. Das Verhalten der Amerikaner ihm gegenüber, anders als Dutzenden anderen Spionen feindlicher Länder, hatte viele Fragezeichen aufgeworfen, zumal jeder israelischer Besucher in Washington seit Jahren um Gnade und Mitgefühl gebettelt hatte. Der Terror in Europa lässt in Israel auf mehr Verständnis für die Lage im Heiligen Land hoffen. Doch manche Politiker mit einem scharf pro-palästinensischen und zugleich anti-israelischen Kurs, wie die schwedische Außenministerin, oder Kerstin Müller von der Böll Stiftung sehen keinen palästinensischen Terror sondern nur israelische „Brutalität“, gegen die man sich ganz legitim wehren dürfe. Diese linken Kritiker sollten sich mal fragen, welches Menschen- oder Völkerrecht die willkürliche Ermordung von Zivilisten genehmigt, als „Siedler“ bezeichnete ultraorthodoxe Juden aus West-Jerusalem oder Tel Aviv, Kinder und Frauen, und sogar pro-palästinensische Friedensaktivisten, nur weil sie gerade in einem Jerusalemer Stadtbus sitzen. Auch der Versuch, Terror als „linksgerichtet“ zu begrüßen, während Kampf gegen Terror als „Faschismus“, „rechtsgerichtet“ und „Politik der harten Hand“ verurteilt werden, lässt Fragen aufkommen, ob eigentlich bei manchen Politikern und Journalisten inzwischen unsere Rechtsvorstellungen und die Verfassung außer Kraft sind. Ili-News, 22.11.2015

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